Ich habe einen neuen Fotoapparat

casio

Da mein 7-Jahre alter Fast-2-Megapixel-Rumdruckskasten vor einigen Monaten komplett seinen Geist aufgegeben hat (möge er in Frieden ruhen), habe ich mir am Freitag endlich eine neue Digicam von Casio gekauft, die eine so hohe Auflösung hat, dass ich damit Leben auf dem Jupiter fotografieren könnte. Naja, jedenfalls fast. Und obwohl ich das Gefühl habe, dass das Schicksal nicht unbedingt wollte, dass ich dafür Geld aus dem Fenster schmeiße (kurz bevor ich bezahlen wollte, fielen im Saturn für ‘ne halbe Stunde alle Kassen aus, eine sehr ostdeutsche Stimme aus dem Off versuchte die Kunden zu beruhigen und versprach Gratiskaffee im 1. Stock), habe ich mir vorgenommen dieses Schmuckstück der Technik ab jetzt überall mit hin zu nehmen und das neue Jahr mit meinen visuellen Ergüssen voll zu stopfen.

Und weil ich dafür natürlich eine supergeniale Plattform brauche habe ich Flickr den Rücken gekehrt und endlich mal meine Foto-Sektion überarbeitet, das Design der Vorschaubilder komplett von LastNightsParty geklaut und werde meinen Stalkern und Spannern damit noch mehr Futter geben, um mich und meine Familie mit diesen Bildern irgendwann zu erpressen. Cool, wa?

Happy Birthday To Me

birthday

Jaja, die Gerüchte sind wahr. Seit gerade eben bin ich 25 Jahre alt. Ein viertel Jahrhundert. Das bedeutet ich bin jetzt scheiße weise, reif und bestimmt und überhaupt nicht mehr kindisch. Ich bin nun ein gestandenes Mannsbild von Welt, das mitten im Leben steht und sich von nichts, aber auch gar nichts aus der Ruhe oder von seinem Ziel abbringen lässt. Merkt ihr was? Genau, voll für’n Arsch. Deshalb betrinke ich mich jetzt mit Sekt, lasse die Glückwünsche über mich herein prasseln und freue mich auf das nächste viertel Jahrhundert! Ich bin ja soooo geil!

Dies ist ein Hannah-Ablenkungs-Eintrag

hannahmontana

Hannah ist ein viel beschäftigter Mensch. Sie muss Musik hören, Kaffee trinken und für ihre Modedesignkarriere ganz viel an der Nähmaschine sitzen, um ganz tolle Kleidung zu, ähm, nähen. Und ihr könnt euch vorstellen, dass es ganz schön langweilig sein kann, stunden-, nein tagelang nur zu nähen. Da braucht man in den Pausen schon ein wenig Ablenkung, etwas worauf man sich freuen und sich so seine Gedanken machen kann.

Und deshalb bauen wir jetzt eine Geschichte. Das kann natürlich voll in die Hose gehen und es ist möglich, dass sich keine Sau dran beteiligt, aber einen Versuch ist es wert. Ich fang mal an und ihr schreibt sie weiter, ja? Gut. Aaaalso: Hannah Montana ist eine kleine Prinzessin. Sie lebt zusammen mit ihrem besten Freund, dem Goldfisch Hugo, im Mc Donalds-Land und ihr größter Wunsch ist es, irgendwann Ronald Mc Donald zu heiraten. Eines schönes Tages findet sie bei einem Spaziergang durch den Cheeseburger-Wald einen blauen Spiegel. Sie hebt ihn auf und sieht das Gesicht einer bösen Hexe darin. Diese sagt..? Und jetzt seid ihr dran!

Yen Town

yentown

Alter, saugeiler Film. Die Geschichte der kleinen Ageha, die nach dem Tod ihrer Mutter von der chinesischen Sängerin Glico aufgezogen wird und in die Welt des sex-, geld- und machtgierigen Yen Towns eingeführt wird. Durch einen zufälligen Fund in der Leiche eines Freiers wird die kleine Truppe aus Japanern, Chinesen und Amerikanern schon bald reich und sie kaufen sich einen Nachtclub, in dem Gilco ihren Weg als Star geht, während die anderen im Milieu aus Habgier und Kriminalität langsam untergehen und zum Schluss auch noch von einer Mörderbande gejagt werden. Japanisch, dreckig, echt: so wie ich es liebe.

Marci’s Music Mix der Woche - Best of 2008

ladyhawke

So bevor’s nun endgültig ins nächste Jahr geht, hier noch einmal die Songs, die ich mir 2008 bis zur Kante gegeben habe, die mich im Herzen berührt, zum Abspacken, Heulen und Klarkommen gebracht haben und deren Interpreten sich unwiderruflich in mein und euer Herz gesungen haben. Keinen Plan, ob die Tracks auch alle aus diesem Jahr sind - wahrscheinlich eher nicht.. ne eigentlich ganz bestimmt nicht - aber gute Lieder sind ja sowieso unsterblich, bla bla. Mit dabei sind unter anderem Größen wie Ladyhawke, The Ting Tings, Lykke Li und Santogold. Halt einfach die Geilsten in meinem Muxtape! Wenn ich ein Must-Have des Jahres vergessen habe, erinnert mich bitte in den Comments daran. Und ihr wisst: Alle Songs könnt ihr ganz einfach kaufen!

Motto für 2009 is ma’ klar: Beweg dein Arsch!

Bald geht’s los Leute: Neues Jahr, neues Glück oder wie sagt man so schön? Meine Vorsätze für 2009 wollt ihr wissen? Öhm, ja. Vorhänge kaufen steht da schon mal ganz oben auf meiner Liste. Weil so wie ich meiner ständig in knappen Hotpants rum rennenden Nachbarin voll in die Wohnung spannen kann, so glotzt der gesamte Block gerne mal zurück. Was mir ja eigentlich am Arsch vorbei geht, aber hier geht’s ja (leider?) nicht immer ganz so jugendfrei zu.

Dann will ich wieder auf mehr Konzerte gehen, endlich mal im Scala vorbei schneien und mich im Wedding nach einem Badminton-Verein umschauen, was ich schon lange machen wollte. Das scheint nämlich die einzige Sportart zu sein, in der ich irgendwie was bringe. Federball hauen, hihi. Das ausführliche Ausformulieren des Leitspruchs 2009 überlasse ich dann gerne den Jungs von der Ansage 8: Beweg dein Arsch! Gott, ich bin so scheiße cool. Happy New Year!

Ich bin ja bei Gott nicht leicht zu überzeugen… Ok!

silviundich

Umso öfter ich zwischen Berlin und Bayern hin und her gurke, umso mehr vermischen sich auch diese einst so für mich monumental verschiedenen Welten miteinander, die sich früher einfach gegenseitig ausblendeten. Die Freunde, die Umgebung, die Erlebnisse, alles fühlte sich an wie ein kurzer Traum, der nichts mit der Realität zu tun hatte. Heute ist das anders und es ist schön ein paar Tage zu Hause zu verbringen.

Die friedliche Weihnachtszeit mit der Familie war allerdings nicht von langer Dauer. War ich doch schließlich die letzten Tage damit beschäftigt von einer Party zur nächsten zu hetzen, mit alten Freunden einen drauf zu machen, AC/DC Wolfi im Melo zu beglotzen, meinen unstillbaren Brand zu löschen, nicht zu dehydrieren, beim After-Xmas-Dinner bei meiner Oma nicht auf der Stelle einzupennen und pornoreife Extremszenarien durch zu stehen. Und das war alles so anstrengend, dass es morgen erst einmal mit Becca zum Shoppen nach München geht. Ich will doch schließlich mit eigenen Augen den ersten deutschen Apple Store sehen. Und ein neues Spiel für meinen Nintendo DS brauch ich auch. So eine Rückfahrt nach Berlin kann sich nämlich richtig scheiße lange hinziehen. Fröhliche Weihnachten übrigens nachträglich.

Michael hat mir einen Leserbrief geschrieben

michael

Oh man, ihr wisst ich steh total auf Leserbriefe, die da so so schön unregelmäßig und überraschend in meinen elektronischen Briefkasten rein flattern. Und diesmal hat sich doch glatt Michael, eingefleischter Fan von Apple, John Lennon und Schokopudding, von Mein Blog liebt dich getraut, mir seine unendliche Treue mit ein paar schönen Worten zu beweisen. Schauen wir doch mal rein was er zu sagen und ihr besucht danach fleißig seinen Blog, versprochen?

“Es ist jetzt ungefähr 3 Monate her als mir Ingo deine Website empfohlen hat: “Hey Michi, schau dir das mal an, der Kerl erinnert mich ein wenig an dich.” Seitdem liebe ich deine Seite … Ich möchte auch gar nicht zu viel schreiben, sondern einfach mal Danke sagen. Danke, dass ich mich freue, wenn mein RSS Reader eine neue Aktualisierung anzeigt, Danke für das Design, Danke für jeden einzelnen Beitrag. Shit, nicht dass du jetzt denkst, ich bin in dich verknallt…”

Das war also Zweitausendacht

2008

Da im Grunde jedes Jahr nur eine Wiederholung des letzten ist, muss man sich auf die Details konzentrieren, die das Jahr 2008 so viel besser, schlechter, schöner, neuer, herzzerreißender, ohnmächtiger, frischer, frecher und pulsierender gemacht haben, als jedes zuvor. Die erste Hälfte des Jahres war einfach nicht lebenswert, sagen wir es doch klipp und klar. Erst die Trennung vom kleinen Rotschopf, die daraus resultierende Schlappe in der Schule und dann nimmt man mir auch noch meine beste Freundin weg - einfach so, ohne Vorwarnung und ohne, dass ich mich von ihr verabschieden konnte. Ein Sprung vom Fernsehturm wäre die logische Schlussfolgerung von all dem gewesen. Aber das wäre ja endsfeige gewesen, Leute.

Und so kommen wir zu den schönen Parts acht Jahre nach dem Weltuntergang. Die Partys, die Leute, die Arbeit, die Schule, die neue Wohnung, die City, alles Dinge, die das schöne Lebensgefühl ins Unermessliche steigern. Und die Musik - Leute, die Musik! Mein iPod platzte regelmäßig aus allen Nähten, weil es auch dieses Jahr wieder so tolle Mugge gab, die in allen Lebenslagen für einen da war. Lykke Li, The Ting Tings, Santogold oder Ladyhawke. Wäre doch fatal gewesen, wenn ich das alles verpasst hätte oder?

Und so verneige ich mich vor diesem lehrreichen, unfairen und mit Achterbahnen an Gefühlen nur so vollgestopften Jahr Zweitausendacht und Mandy, Basti und ich sind uns einig: 2009 wird alles besser. Muss! In Gedenken an meinen kleinen, süßen Engel, den ich zur Jahreswende gerne bei mir gehabt hätte. Lass dich nicht vom Feuerwerk treffen.

Blut und Tränen

In jener Nacht hatte ich einen gar tragischen Traum, dessen abruptes Ende mir noch Stunden nach dem schweißgebadeten Aufwachen ganz tief im Mark saß. Ich torkelte in die Küche, schüttete Milch und Cornflakes in eine Schüssel und sah immer noch ihr leichenweißes Gesicht, das ich ganz fest an mich drückte und dabei die halbe Stadt zusammen schrie, direkt vor mir. Dieser eigenwillige Geruch lag immer noch in meiner Nase und ich schaute an mir herab, damit sich das Blut, das ich gerade noch aus den Augenwinkeln erkennen konnte und das meinen halben Körper zu bedecken schien, als ein zynisches Spiel aus Licht und Schatten offenbarte.

Als ich den Löffel hinein tauchte und eine Ladung nachgemachter Smacks zu meinem Mund führte, erkannte ich die Gesichter der Nacht wieder, die mit mir vor dem Club ihren Namen schrieen, ganz laut. Immer und immer wieder. In der einen Hand hielt ich mein Handy, in der anderen die Tequilaflasche. Die Menschen um mich herum erzählten einander, sie solle total betrunken mit einem mehr als zwielichtigem Typen aus dem Melo verschwunden sein, nicht mehr Herr über ihren Kopf. Ich schrie um mein Leben. Ihren Namen. Umso lauter ich schreien würde, umso mehr würde sich alles zum Guten wenden - da war ich mir sicher.

Jetzt das Fenster zu öffnen war eine gute Idee fand ich. Die kalte, frische Luft umspülte meine pochenden wunden Gedanken und ich versuchte die Erinnerungen zu verscheuchen, wie mir der Weg zu ihr gezeigt wurde, ich rannte, ich heulte. Und als ich um die Ecke bog und sie dort in einem versifften Hinterhof so wehrlos liegen sah, war alles vorbei. Alle Gefühle dieser Welt konzentrierten sich in diesen unwirklichen Moment hinein, wie ein Schuss, ein Knall, ein Schlag. Ich rannte zu ihr, schrie Worte, die es gar nicht zu geben schien, aber so laut, dass ich hoffte, sie würden noch zu ihr durchdringen. Die Gesichter um mich herum verschmolzen zu einer riesigen Pampe aus Mitleid, als ich sie so fest an mich drückte, bis alles um mich herum platzte. Ich verschluckte mich an Blut und Tränen und das letzte was sich in meine Gedanken brannte, war das Bild ihres unglücklichen friedlosen Gesichtes, dessen glanzlose Augen mich als Denjenigen zu ermahnen schienen, der nicht bei ihr war, als es geschah. Dann war ich wach.

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